Gewaltfreie Kommunikation (GFK)

nach Marshall B. Rosenberg

Man sagt, die anderen können wir nicht ändern, jedoch können wir uns selbst verändern. Beginnen wir, unsere Sprache und unsere Art zu kommunizieren zu verändern, erleben wir mehr Selbstachtung und Würde gegenüber uns selbst. Das ist ein guter Start, anderen auch mit Achtung und Respekt zu begegnen.
Die Gewaltfreie Kommunikation GFK oder auch Wertschätzende Kommunikation genannt, ist eine Methode, die konkrete Schritte anbietet, um mit „schwierigen“ kommunikativen Situationen umzugehen. Sei es im Umgang mit uns selbst oder mit anderen.

In der Kommunikation im Alltag sind Schuldzuweisungen, Kritik und Urteile an der Tagesordnung. Dies provoziert oft Gegenangriffe, Drohungen - die Fronten verhärten sich. Es finden Verletzungen statt und die Beziehungsqualität wird hart geprüft. Wir leiden und die Situation kostet viel Energie und Nerven.

Die GFK geht davon aus, dass Menschen grundsätzlich gerne zum Wohlergehen anderer beitragen, wenn sie darauf Vertrauen können, dass sie mit ihren eigenen Bedürfnisse auch berücksichtig werden.

Der Fokus liegt also auf den Bedürfnissen aller Beteiligten. Mit der Methode GFK können wir die Fähigkeit entwickeln, mit uns selbst und anderen einfühlsam umzugehen. Man lernt, hinter Schuldzuweisungen und Urteilen auf die Bedürfnisse zu hören, ohne seine eigenen Bedürfnisse ausser acht zu lassen.
Dadurch wird eine wahre Begegnung des tieferen Wesens der Menschen in einem Konflikt ermöglicht. Die Sicht wird frei auf das, was die Beteiligten im Inneren wirklich denken, fühlen und wollen. Die Aufmerksamkeit wird auf die Bedürfnisse gelegt, die hinter den Anschuldigungen, Kritiken und Urteilen stehen  und dadurch wird ein konstruktiver Umgang mit Konflikten möglich.

Das Wort Bedürfnis wird oft assoziiert mit: Bedürftig, gierig, anhängig, selbstsüchtig…
Es ist signifikant für unsere Sprache und unsere kulturelle Prägung, dass es kein anderes positiv besetztes Wörter dafür gibt. Wir haben nicht gelernt, unsere Bedürfnisse als etwas Schönes und Wertvolles zu sehen.
Die Auseinandersetzung mit Gefühlen und Bedürfnissen bringt einen in Kontakt mit dem, was in einem gerade lebendig ist.
Sich dann als ganzheitliches Wesen kongruent auszudrücken, dass sich selbst treu ist und zu zeigen wagt, ist eine ständige Herausforderung, die wir ein Leben lang üben können.

Alles, was ein Mensch jemals tut (oder lässt), ist ein Versuch, sich mindestens ein Bedürfnis zu erfüllen.
-Marshall B. Rosenberg

Marshall B. Rosenberg

Begründer der Gewaltfreien Kommunikation

Dr. Marshall B. Rosenberg entwickelte die GFK in den 70er Jahren. Auf den Strassen von Detroit aufgewachsen, hatte er die Brutalität von Ausgrenzung und Gewalt am eigenen Leib erfahren. Er stellte sich früh die Frage, was geschieht, wenn Menschen die Verbindung zu ihrer einfühlsamen Natur verlieren und sich gewalttätig und ausbeuterisch verhalten? Und umgekehrt, was macht es manchen Menschen möglich, selbst unter den schwierigsten Bedingungen mit ihrem einfühlsamen Wesen in Kontakt zu bleiben?

Über das Studium der klinischen Psychologie und als Schüler von Carls Roger (humanistische Psychologie) und Martin Buber (Religionswissenschaftler) fand er mehr Antworten auf seine Fragen.
Die von ihm entwickelte Gewaltfreie Kommunikation hat sich als machtvolles Werkzeug herausgestellt, um Differenzen auf persönlichem, beruflichem und politischem Gebiet friedlich zu lösen.
Dr. Marshall B. Rosenberg hatte in über zwei Dutzend Ländern während mehr als 30 Jahren die GFK weitergegeben. Er reiste regelmässig in Krisengebiete in Afrika, Osteuropa und dem Mittleren Osten, wo er Ausbildungen und Konfliktmediationen anbot.

Er selbst sagte, dass sein Konzept nichts Neues beinhalte: „Alles was in der GFK integriert wurde, ist schon seit Jahrhunderten bekannt. Es geht also darum, uns an etwas zu erinnern, das wir bereits kennen – nämlich daran, wie unsere zwischenmenschliche Kommunikation ursprünglich gedacht war."

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